BBQ FAQ

Neu: Grillseminare mit Smokey jetzt auch mit einer Einführung in das keramische Grillen auf dem monolithlogoklein

 

Barbecue - Was ist das eigentlich?
 

„Barbecue“ – ein Wort das immer häufiger im deutschsprachigen Raum auftaucht, von dem man mehr oder minder eine genaue Vorstellung hat. Beschäftigt man sich näher mit dem Thema „Barbecue“, so stellt man schnell fest, dass es sich gar nicht so genau eingrenzen lässt. Denn hierzulande versteht man umgangssprachlich unter BBQ im Allgemeinen eine sommerlich nette Grillparty im Garten. Doch so einfach ist das nicht. Als BBQ bezeichnet man eine vor allem in den Südstaaten der USA beliebte Fleischzubereitung, bei dem ganze Tiere bzw. viele Fleischstücke am Spieß oder in speziell dafür angefertigten großen Grillgeräten langsam bei mäßiger Temperatur im Rauch gegart werden. Danach wird das gesmokte Fleisch vom Knochen gelöst, zerkleinert und regional verschiedenen BBQ-Saucen serviert.
BBQ ist also kein anderes Wort für Grillen.
Bei den Begriffen BBQ und Grillen handelt es sich um zwei unterschiedliche Zubereitungsmethoden von Fleisch. Beim herkömmlichen Grillen wird das Fleisch kurz bei hohen Temperaturen zwischen 300 bis 800 Grad Celsius und bei direkter Hitzeabstrahlung gegart. Zum Barbecuen dagegen muss man Zeit und Muße mitbringen, denn das Fleisch wird mitunter bis zu 20 Stunden bei indirekter Hitzeabstrahlung bei Temperaturen zwischen 100 bis 160 Grad Celsius gegart. Der Unterschied liegt also nicht am Gerät, sondern  in der Zubereitungsart. Barbecuen kann man auf einem geeigneten Grill so wie man auf einem Barbecuegrill auch grillen kann. Unter einem geeigneten Grill fürs BBQ versteht man einen Grill mit Grillhaube, sprich ganz einfach mit Deckel.
Spezielle BBQ-Grills sind beispielsweise sogenannte Smoker, worunter man große, geschlossene Grills mit Seitenfeuerbox und Rauchabzug z.B. Char-Griller versteht. In diesen Smokern wird mit Hilfe von reinem Buchenholz oder Fruchthölzern wie Kirsch-, Apfel- oder Rebholz in der Firebox eingeheizt und damit ein einzigartiges, für das BBQ typische Raucharoma erzeugt, dessen Stärke nach persönlichem Belieben dosiert werden kann. Ist die richtige Temperatur in der Firebox erreicht, wird das Grillgut im separaten Garraum neben dem Feuer platziert. Der Deckel sorgt dafür, dass die Hitze im Garraum verbleibt und der Rauch durch den Schornstein abzieht. Smoker sind je nach Größe somit ein nicht ganz billiges Unterfangen und im Allgemeinen auch nicht gerade klein. Da ein richtiges BBQ eines großen Smokers und einer Menge Zeit bedarf, wird in den USA auch mehr barbecueartig gegrillt und das klassische BBQ bleibt größeren Festen vorbehalten, zu denen kommerzielle Veranstalter mit ihren Smokern engagiert werden. Wer aber dennoch nicht im Hausgebrauch auf einen Smoker verzichten will, kann auf die Char-Griller zurückgreifen. Dies sind kleinere Smoker, die es in verschiedenen Größen mit erweiterbarem Zubehör gibt. In den USA gehören sie inzwischen zu den meistverkauften Grills, weil sie das Barbecuen auch für den Privathaushalt einfach und unkompliziert ermöglichen und sich so eine entspannte, gemütliche Form des Grillens mit Familie, Freunden, Bekannten, Kollegen oder mit wem auch immer Sie mögen ergibt.

Barbecuegrillen ist zudem eine gesunde, fettarme und schonende Zubereitungsart des Grillguts. Die infrarote Strahlung dringt dabei in das Fleisch ein, lässt das Eiweiß gerinnen und verschließt die Poren. Infolgedessen bleibt der Fleischsaft im Inneren erhalten, was nicht nur besser schmeckt, sondern auch noch gesund ist, denn die darin enthaltenen Eiweiße, die Phosphate und Mineralien bleiben erhalten.  Auf dem Grill richtig zubereitetes Fleisch ist somit zarter und saftiger als in der Pfanne gebratenes.  Grillen ist so nicht nur eine lustvolle und Stress abbauende Beschäftigung, sondern auch eine gesunde Art der Ernährung, denn durch das indirekte Grillen neben der Glut verliert das Grillgut zwar größtenteils seinen Fettanteil, aber es tropft kein Fett mehr auf diese und verursacht dort den gesundheitschädlichen Fettbrand.  Durch die Methode des indirekten Grillens brennen selbst Marinaden, die Zucker oder Honig enthalten, nicht mehr an. Gerade Geflügel, welches gerne mit solchen bestrichen wird, kommt jetzt perfekt gegart ohne verbrannte Haut auf den Teller und zergeht auf der Zunge. Auch Spare-Ribs gelingen endlich ohne anzubrennen oder trocken zu werden.

Grundsätzlich kann man beim BBQ zwischen zwei Zubereitungsmethoden wählen, je nachdem, was gerade erforderlich und erwünscht ist. Zum einen spricht man vom Barbecuen (90-160 Grad), was bedeutet, dass die Hitzerzeugung in der seitlich angebrachten Feuerbox erfolgt und so die Eigenschaften eines Backofens mit Grillaroma erreicht werden. Zum anderen gibt es das Räuchern oder Smoken bei 60-90 Grad, wobei mittels verschiedener Aromahölzer eine gewünschte Rauchentwicklung erzeugt wird, die über das Grillgut hinwegzieht. Rauchintensität und Geschmacksrichtung werden dabei durch die Auswahl und Menge der Holzsorte bestimmt.

Ansonsten ist beim BBQ erlaubt, was gefällt und schmeckt. Der Kreativität und Phantasie sind kaum Grenzen bei der Auswahl des Grillguts gesetzt. Selbst Schwarzwälder Kirschtorte lässt sich grillen mit der richtigen Art der Zubereitung. Das bedeutet, dass auch alle Beilagen auf dem Grill durch die sanfte BBQ-Methode zubereitet werden können, wenn man mag. Ansonsten sind Salate, verschiedene Butter- und Brotsorten die idealen Begleiter der auf dem Grill gezauberten Köstlichkeiten.

Natürlich hat das direkte Grillen auch noch seine Daseinsberechtigung. So muss das sogenannte Branding, die Grillmarkierung, natürlich direkt über der Glut erfolgen. Dafür wird das Grillgut auf dem Rost aber nur kurz über die glühende Holzkohle gelegt und mit hohen Temperaturen gegrillt.

Für ein perfektes Grillergebnis und –erlebnis sollten folgende Dinge nicht in der Ausstattung fehlen:

  • Ein guter Barbecuegrill  ist unerlässlich für ein perfektes, schmackhaftes Grillerlebnis. Dabei kann es sich je nach Einsatz um einen Holzkohlegrill oder einen Gasgrill handeln, nur einen Deckel muss er haben  wie z.B. der oben schon erwähnte Char-Grill als Smoker. Hierbei gehen die Meinungen oft auseinander, ob Gas oder Kohle. Man kann mit beiden hervorragende Grillergebnisse erzielen. Ein Gasgrill ist für den täglichen Gebrauch schnell und unkompliziert einsetzbar; der Einsatz eines Holzkohlegrill bedarf etwas mehr Zeit und Aufwand, dafür ist man dem ursprünglichen Grillerlebnis näher. Wer erst mit dem Grillvirus infiziert ist, wird schnell feststellen, dass der eine den anderen nicht ausschließt und man beides haben muss, damit man jederzeit schnell und einfach zu seinem Grillgenuss kommen kann.
  • Völlig ungeeignet sind Elektro- und Lavasteingrills. 
  • Unerlässlich  für einen Holzkohlegrill ist ein Anzündkamin, in dem die Holzkohle oder die Briketts angeheizt werden. In Verbindung mit einem einfachen Grill- oder Kaminanzündwürfel sorgt er für ein schnelles und gleichmäßiges Durchglühen derselben.
  • Unbedingt vorhanden sollten auch geeignete, mindestens 30 cm lange Grillzangen aus Edelstahl wie z.B. die Cuisipro o.ä. sein.
  • Auch Silikon-Pinsel zum Bestreichen des Grillguts mit Marinaden oder besonderen Saucen, Ölen etc. sind unverzichtbar.
  • Ebenso sollte eine geeignete Ablage am Grill bzw. in unmittelbarer Nähe des Grills sein für das noch zu grillende bzw. das schon fertige Grillgut sein.
  • Für die eigene Sicherheit sind gefütterte Grillhandschuhe zu empfehlen, die am besten sogar bis zum Ellenbogen reichen.
  • Für Fortgeschrittene und Grillperfektionisten empfiehlt sich ein Einstechthermometer, mit welchem die Temperaturen im Inneren des Grillguts gemessen werden können, um so den optimalen Garzustand zu ermitteln. Grillmeister verwenden für alle Zubereitungen am Grill ein solches (z.B. Maverick, Thermapen).

  • Um leckere Köstlichkeiten vom Grill zu zaubern, sollte man am besten auf fertig mariniertes Fleisch verzichten und sich die Mühe machen, das Fleisch und auch das übrige Grillgut selbst einzulegen. Es sollte Wert gelegt werden auf frische, gute Qualität. Hier gilt oft weniger, aber in guter Qualität ist mehr. Mit frischen Kräuter, Knoblauch, Pfeffer und einem guten Olivenöl gewürzt sowie nach dem Grillen ein wenig Fleur de Sel wird der eigene Geschmack des Grillguts hervorgehoben.

Auch Fisch, Gemüse und Obst lassen sich gut grillen. Eine Forelle setzt man am besten auf eine halbe Kartoffel, so klebt sie nicht am Grillrost fest und wird von allen Seiten gleichmäßig gegart. Frische Ananasscheiben bestreut man mit einer Mischung aus Puderzucker, Zimt und ein wenig Chilipulver, so wird sie die perfekte Begleitung bei vielen Grillgerichten. Datteln füllt man mit Kräuterfrischkäse und umwickelt sie mit einer halben Scheibe Bacon. Ebenso lassen sich grüner Spargel oder gefüllte Tomaten und Pilze gut als Beilage servieren.

Für eine selbst zubereitete Pizza von einem BBQ-Grill werden Sie in Zukunft immer frische Hefe im Kühlschrank haben. Und wenn es schnell gehen muss, ist auch eine Tiefkühlpizza vom Grill nicht zu verachten.

Beim BBQ lassen sich Saucen und Marinaden nicht mehr wegdenken. Hervorragend schmecken die amerikanischen Saucen von Bulls Eye, aber auch hier erhältlichen Saucen von Kraft o.ä. sind eine leckere Ergänzung.

 

 

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